Seminarkurs

Wirtschaft und Hochschulen stellen an Abiturienten vielseitige Anforderungen. Neben Fachwissen werden Zuverlässigkeit, Ausdauer, analytisches Denken, Zielorientierung, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Präsentationssicherheit und vieles mehr gefordert. Deshalb wurde für die Oberstufe das Unterrichtsfach "Seminarkurs" eingeführt. Dieses Fach soll neben der Fachkompetenz vor allem die Sozial-, Personal- und Methodenkompetenz fördern.

Die Themen des Schuljahres 2010/11 finden sich hier.

Die Themen des Schuljahres 2011/12 finden sich hier und Seminarkurspräsentationen 2012.

Die Themen des Schuljahres 2012/13 finden sich hier.

Die Themen des Schuljahres 2013/14 finden sich hier.

Die Themen des Schuljahres 2014/15 finden sich hier.

Die Themen des Schuljahres 2015/16 finden sich hier.

Die Themen des Schuljahres 2016/17 finden sich hier.

Die Themen des Schuljahres 2017/18 finden sich hier.


Der Seminarkurs ist eine Lernform, die

  • zwei bis drei Schulstunden pro Woche umfasst, aber den 45-Minuten-Takt des Lernens hinter sich lässt. 
  • fächerübergreifendes, projektorientiertes, hochschulnahes und erwachsenengerechtes Lernen fördert. 
  • eine Stärkung der Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit bewirkt und die Teamfähigkeit und Selbstständigkeit gleichermaßen stärkt 
  • für die es keinen festen Lehrplan gibt.

Die Wahl des Seminarkurses ist freiwillig. Der Seminarkurs wird zusätzlich belegt.

Die Lehrer im Seminarkurs

  • sind weniger Wissensvermittler als vielmehr Moderatoren, Initiatoren, Berater und Beurteiler.

Die Schüler im Seminarkurs

  • wollen mehr als nur eine „normale“ Ausbildung und schulische Wissensvermittlung. 
  • wollen eine Leistung im Team erbringen 
  • zeichnen sich u. a. durch Persönlichkeitsmerkmale wie: Ausdauer, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit und Kritikfähigkeit aus. 
  • erstellen eine Dokumentationen und Präsentation eines i. d. Regel selbst gewählten Vertiefungsthemas (Projekts). 
  • präsentieren ihre Seminararbeiten in der Öffentlichkeit (Eltern, Lehrer, Schüler) 
  • bestehen ein Kolloquium (ca. 20-minütiges Prüfungsgespräch vor einer schulischen Prüfungskommission über das Projektthema) .

Methoden und Arbeitsweisen, die im Seminarkurs eingeübt werden:

  • Teamarbeit 
  • selbstständige , langfristige Projekt- und Arbeitsplanung 
  • Methodentraining zur Informationsbeschaffung:
    Interview- und Fragetechnik, Recherchieren in Bibliotheken und im Internet 
  • Methodentraining zur Informationsverarbeitung:
    Informationen auswählen und strukturieren, Layout der Dokumentation erstellen, Zitieren lernen, etc. 
  • Übung von Präsentationstechniken:
    Rhetorik, Visualisierung mit unterschiedlichen Medien (Metaplan, Powerpoint, Mindmapping etc.) 
  • Bei manchen Projekten: Exkursionen und Vorort-Recherchen

Was nützt der Seminarkurs?

  • Das eigene Thema der Seminararbeit und die Gesamtnote werden separat im Abiturzeugnis aufgeführt. 
  • Bei einer Bewerbung kann man besonders gefragte Fähigkeiten (sogenannte Schlüsselqualifikationen) über ein Zertifikat nachweisen. 
  • Viele Unis bevorzugen bei Direktbewerbungen Studienanwärter mit Seminarkursnachweis. 
  • Beim Studium ist man bereits mit den Arbeitsweisen an den Hochschulen vertraut. 
  • Die Notenpunkte des Semniarkurses können in doppelter Wertung anstelle zweier Wahlkursnoten in den ersten Abiturblock eingebracht werden, sofern die Seminarkursleistung nicht das 4. oder 5. Prüfungsfach ersetzt.                                 
  • bei der Abiturprüfung kann man mit dem Seminarkurs das 4. oder das 5. Prüfungsfach ersetzen (mit max. 60 Punkte). Die vorgeschriebene Prüfung in einer Fremdsprache kann allerdings mit dem Seminarkurs nicht abgegolten werden.

Wie werden die Leistungen im Seminarkurs bewertet?

  • Bewertet wird der Arbeitsprozess und das Arbeitsprodukt. 
  • Es werden vier Leistungen ermittelt und mit jeweils maximal 15 Notenpunkten bewertet:

    1. Das Arbeitsverhalten und Arbeitsergebnisse im Kurs J1.1, der großteils aus der Aneignung und der Einübung notwendiger wissenschaftlicher Arbeitsmethoden besteht.
    2. Das Arbeitsverhalten und Arbeitsergebnisse im Kurs J1.2, in dem u. a. der eigene Projektfortschritt schriftlich dokumentiert wird und die Ergebnisse der Seminararbeit präsentiert werden.
    3. Die Qualität der schriftlichen Dokumentation erhält eine eigene Note.
    4. Das Ergebnisse des Kolloquiums wird ebenfalls separat bewertet.

  • Aus diesen vier Teilnoten wird unter gleichwertiger Berücksichtigung eine Gesamtnote für die Seminarkursleistung ermittelt, die sich so im Abiturzeugnis wiederfindet.