J2 des WGs besucht Gedenkstätte KZ Ulm

 

 

Am 18. Dezember 2013 besuchte die Jahrgangsstufe 2 des Wirtschaftsgymnasiums Bad Saulgau die Gedenkstätte KZ Oberer Kuhberg in Ulm. Die Exkursion zum Konzentrationslager war Teil einer GFS des GGK-Unterrichts und wurde von den Schülern Erdal Senel und Serena Conti komplett selbstständig organisiert.

 

Um 09:15 Uhr trafen sich die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten am Bahnhof in Bad Saulgau und fuhren mit der Bahn nach Ulm. Da sich das KZ nicht in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes befindet, bot es sich an, den Stadtbus oder die Straßenbahn zu nehmen. Vor Ort angekommen, startete die Führung um 11:30 Uhr. Hierbei wurden die beiden Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt.

 

Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler in einem (noch warmen) separaten Raum allgemeine Informationen über die Gedenkstätte. Danach startete die Führung und alle waren froh an ihrer warmen Kleidung, da der größte Teil bei frostigen Temperaturen und eisigem Wind der Führung auf freiem Gelände stattfand.

 

Inhalte der Führung waren die Geschichte der Anlage und des Konzentrationslagers, der Wärter und der Opfer (unter ihnen der berühmter SPD-Politiker Kurt Schumacher).

 

Bevor die Nationalsozialisten die in den Jahren 1848 bis 1857 erbaute Festung als Konzentrationslager verwendeten, wurde sie als Kriegsgefangenenlager und Übungsgelände für die Reichswehr und die Wehrmacht genutzt.

 

Das Konzentrationslager am oberern Kuhberg diente nicht der Vernichtung von Gegnern des NS-Regimes, sondern „nur“ zu deren Umerziehung. So kam von 1933 bis 1935 in diesem Konzentrationslager kein einziger Mensch zu Tode. Ziel der Nationalsozialisten war es vielmehr, den Willen der Gefangenen unter unmenschlichen Bedingungen zu brechen und Angst zu verbreiten. Wie sehr die Menschen unter diesen Bedingungen litten, wurde am Beispiel Kurt Schumachers deutlich. Er starb bereits mit 56 Jahren in Folge der Auswirkungen der Gefangenschaft.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass die Führung in der Gedenkstätte sehr eindrucksvoll, aber auch sehr bedrückend war. Doch aufgrund der gemachten Erfahrungen und der Nähe des ehemaligen Konzentrationslagers in Ulm zu Bad Saulgau lohnte sich der Besuch.

 

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