Verabschiedungen verdienter Lehrkräfte und der Jugendberufshilfe

Zum Ende des Schuljahres 2020/21 wurden an der Helene-Weber-Schule fünf Lehrkräfte sowie die Jugendberufshelferin verabschiedet.

 

von links nach rechts: E. Hänsch, I. Fink-Spöri, I. Müller, M. Rößler-Wacker, U. Hess  

Darunter ist auch die stellvertretende Schulleiterin Ingrid Müller. 2019 durfte sie bereits ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern. Die gebürtige und verwurzelte Saulgauerin wechselte nach einem Jahr als Hauswirtschaftsschulrätin an der beruflichen Schule in Riedlingen zum Schuljahr 1983/84 mit den Fächern Mathematik, Haushaltswissenschaften und Datenverarbeitung an die damalige Haus- und Landwirtschaftliche Schule Saulgau. Im Jahr 2003 erfolgte ihre Ernennung zur Oberstudienrätin, insbesondere für EDV und Netzbetreuung, wofür sie schon seit 1996 die Verantwortung übernommen hatte. Darüber hinaus führte sie zahlreiche hausinterne und regionale EDV-Fortbildungen durch. Gerade mit diesen Fortbildungsangeboten legte Frau Müller den Grundstein dafür, dass die Helene-Weber-Schule bis heute multimedial und digital gut aufgestellt ist. Mit der Fusion zur Kaufmännischen und Sozialpflegerischen Schule Bad Saulgau wurde Ingrid Müller 2007 Bereichsleiterin für die zweijährige Berufsfachschule, das Berufseinstiegs- und Berufsvorbereitungsjahr. Ab 2009 übernahm sie als neue Abteilungsleiterin zusätzlich das Berufskolleg. Seit Winter 2012/13 wurde ihr schließlich das Amt der stellvertretenden Schulleiterin zuteil, das sie bis zum letzten Tag mit großem Engagement ausübte. Durch die übertragene Verantwortung war es ihr möglich, die Schule zu gestalten und weiterzuentwickeln, wie sie selbst zum Abschied sagte.

 

1995, vor über 25 Jahren, nahm Ulrike Hess ihre Tätigkeit in der ehemals Haus- und Landwirtschaftlichen Schule Saulgau auf. Was zunächst als Krankheits- und Mutterschaftsvertretung in der Berufsfachschule für Altenpflege begann, wandelte sich kurze Zeit später in eine unbefristete Einstellung. Nach dem Abitur hat Frau Hess eine Ausbildung zur Altenpflegerin absolviert und in stationärer wie ambulanter Pflege gearbeitet. Ihre Vita zeigt, dass sie schon früh erkannt hatte, worin ihre Prioritäten lagen: beim Menschen und der Begleitung auf seinem Lebensweg. Ulrike Hess hat Pflege in ihrer Multidimensionalität und Ganzheitlichkeit verstanden und diese Erfahrungen stets mit großem Engagement weitergegeben, in dem breiten Spektrum an Unterrichtsfächern, das sie in der Pflege unterrichtete. Nun plant sie, ihr zweites berufliches Standbein als Bestatterin auszubauen und verabschiedete sich, anlehnend an Hermann Hesse, mit den Worten „und nicht nur dem Anfang, auch dem Abschied wohnt ein Zauber inne.“

 

Erika Hänsch konnte schon im Jahr 2018 ihr 40-jähriges Dienstjubiläum als technische Oberlehrerin feiern. Seit September 1989 hat sie in Saulgau zunächst die Fächer Maschinenschreiben und Kurzschrift sowie später Textverarbeitung in sämtlichen Schularten unterrichtet. Zuletzt lag der Schwerpunkt der von Kollegium und Schülerschaft stets als freundlich und hilfsbereit wahrgenommenen Lehrerin in der zweijährigen Berufsfachschule. Nun verabschiedete sie sich in den verdienten Ruhestand.

 

Inge Fink-Spöri kam im Schuljahr 1989/90 aus Leutkirch an die Saulgauer Schule. Im Jahr 2003 wurde sie zur technischen Oberlehrerin ernannt. Sie unterrichtete sämtliche hauswirtschaftliche Fächer sowie Textverarbeitung. Ihr hoher pädagogischer Einsatz zeigte sich daran, dass sie nahezu die gesamte Bandbreite der Schularten der beruflichen Schule unterrichtete, darunter Klassen mit hauswirtschaftlichem oder kaufmännischem Profil. Zusätzlich war sie jahrelang für die Homepage der Schule verantwortlich und koordinierte das gesamte Fortbildungswesen. Nun geht sie, nach 32 Jahren an derselben Schule, in ein Sabbatjahr und anschließend in die Pension.

 

Denselben Weg schlägt Margarete Rößler-Wacker ein. Nachdem sie im Schuljahr 1981/82 als Anwärterin für die Stelle einer technischen Lehrerin nach Saulgau kam, wurde sie im Jahr 2000 zur technischen Oberlehrerin befördert. Mit ihren Fächern Nahrungszubereitung, Textilarbeit, Werken sowie Textverarbeitung deckte sie eine große Vielfalt an Lernfeldern und Schularten ab. Ihr 40-jähriger Einsatz prägte zunächst die hauswirtschaftliche, dann die sozialpflegerische Abteilung der Helene-Weber-Schule nachhaltig.

 

Neben diesen langjährigen Lehrkräften wurde auch die Jugendberufshelferin des gesamten Berufsschulzentrums, Viktoria Scherer, verabschiedet. Diese Tätigkeit übte sie 10 Jahre lang mit Herz, Professionalität und Erfolg aus. Im Laufe der Jahre hat sie ein großes Netzwerk an Betrieben aufgebaut. Zahlreiche Schüler schafften dadurch den Sprung in eine Ausbildung oder in ein Praktikum. Darüber hinaus konnten auch Schüler aus anderen Schularten jederzeit mit ihren Problemen zu Frau Scherer kommen. Die Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium der Helene-Weber-Schule wurde stets als angenehm und sehr erfolgreich wahrgenommen.

BAR

 

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