Buchlesung – Theaterkurs meets „Nessa Maral“

Was könnte eine unweigerlich der Literatur, der Welt der Bücher verfallene ehemalige Schülerin unseres Etablissements, die ihr Herz & ihre Seele unwiderruflich an das geschriebene und gedruckte Wort verloren hat, mit ihrem Leben anfangen???

 

Option A: Sie könnte nach dem jahrelangen Martyrium eines studentischen Siechtums auf den verödeten universitären Wüstenarealen nunmehr mit Bachelor- und Masterabschluss inmitten eines bürotesken Kerkers mit der dort gleichfalls eingepferchten Topfpflanze um die Wette verdorren. Spaß im Leben wird nun mal eindeutig überbewertet.

 

Option B: Sie könnte natürlich auch Ihre Leidenschaft zum Beruf machen, eine Ausbildung zur Buchhändlerin mit anschließendem Fachwirtstudium in selbigem Metier zelebrieren, um nach künftig zu erwartender Übernahme eines Buchladens ihren Traum zu leben – das Ganze wird garniert durch das zuckersüße Sahnehäubchen, dass sie dabei auch ihre eigenen, ihrem eigenen Gedankenuniversum entsprungenen, von eigener Hand zur Papier gebrachten und nunmehr in Buchform gegossenen Werke der geneigten Leserschaft offerieren kann.

 

 

 

Welch Glück für uns, dass sich Vanessa Schuhmacher (alias Nessa Maral) für letztere Variante entschieden hat und uns am Montag, den 1. Juli 2019, im Rahmen einer Lesung ihre beiden im Selbstverlag publizierten Bücher vorgestellt hat.

Ihr Debütroman „Ben und Lotta“ ist ein locker-flockiger Liebesroman, der leicht und lässig mit den gängigen Klischees des Genres jongliert und eine letztlich völlig unerwartete Wendung nimmt, die selbst den Leser, der glaubt alles zu kennen und zu wissen und der demzufolge auf alles gefasst zu sein glaubt, verblüfft zurücklässt. Die Dinge sind eben nicht immer so wie sie zu sein scheinen.

 

Der Nachfolgeroman „Snow“ beschreibt den Schulalltag … eines jungen aufstrebenden Totenbeschwörers, der mit seinem besten Freund, seines Zeichens einem Zombie, die Untiefen, Klippen und Sturzbäche der schulischen Stromschnellen zu umschiffen sucht. Klingt nicht nur cool, sondern liest sich auch so.

 

 

Kennt Ihr das???

 

Man liest ein Buch, verliert sich in dessen Inhalt und immer wieder frägt man sich, wer wohl hinter den und auch in den Worten steckt, die einen so verzaubern.

 

Was für ein Glück, dass wir an diesem Tage all diese Fragen, die einem so über die Kleinhirnrinde rutschen, unmittelbar an die Autorin herself stellen konnten:

  • Was bewegt einen überhaupt dazu ein Buch zu schreiben?
  • Woher nimmt man als Autor die Inspiration für die jeweilige Geschichte?
  • Wie lange schreibt man eigentlich an einem Buch?

Und wir hatten dabei großes Glück, denn Vanessa hat frei von der Leber weg sehr ehrlich und direkt aus ihrer schriftstellerischen Tätigkeit berichtet – Beispiel gefällig? Wie kommt es zu einem Buch, in dem eine Geisterbeschwörerin samt Zombie auf eine Schule geschickt werden … und wir stellen diese Ausgangsszene in einem kleinen szenischen Exkurs dar!

 

Autorenkollegen: „Ey Nessa – Du magst doch keine Einhörner und keine Zombies … Warum schreibst du nicht mal was drüber?“

 

Nessa: „Klar, warum nicht!“

 

Und ganz ehrlich … das eröffnet auf so manches Meisterwerk der Weltliteratur einen gänzlich neuen Blickwinkel.

 

Gute Freunde: „Ey William – Du magst doch keine Eulen und keine Nachtigallen … schreib doch mal was darüber!“

Shakespeare: „Klar, warum nicht?!“

 

So meine kleinen Leseratten … sollte es einen von Euch nunmehr in der Kleinhirnrinde kribbeln und sich Eure Gedanken sehnsüchtig schmachtend nach eben jenen Klassikern der Jugendliteratur verzehren – null problemo! Wendet Euch vertrauensvoll an unsere Jungschriftstellerin, bei der Ihr unter nessamaral@web.de gerne entsprechende Exemplare (gerne auch mit Widmung) sichern könnt … oder besucht eine Buchhandlung Eures Vertrauens.

 

P. S.

Freunde, vergesst „50 Shades of grey“ – im kommenden Herbst erscheint voraussichtlich das Drittlingswerk von Nessa Maral, das sich dem dominanten Doppelleben einer waschechten Prinzessin widmen wird.

 

P. P. S.

Der zweite Teil von „Snow“ folgt im Frühjahr 2020.

 

P. P. P. S.

Bilder: © Katja Ott

Das ultracoole Autorenfoto wurde von Katja Ott geschossen, die Cover stammen von Alexander Kopainski – sämtliche Bilder wurden uns freundlicherweise für diesen Beitrag überlassen.

PET

 

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